Dienstag, 24. Februar 2009

Urlaubsvorbereitung und anderer Stress

So, da bin ich wieder - nach langer Abstinenz auf meinem Blog. Die kann ich aber ganz leicht damit erklären, dass die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr und auch die darauffolgende Zeit furchtbar stressig waren im Büro. Zudem ich mich neben dem hier herrschenden Bürochaos auch noch um meine Urlaubsvorbereitungen kümmern musste - oh, welch eine Bürde ;)
Naja, zu diesen Vorbereitungen gehörte auch der Erhalt meines Jahresvisum für Ruanda, was gar nicht so einfach war. Für dein Verständnis, warum das nun so kompliziert war, ist es vielleicht gut, die Vorgeschichte dazu zu kennen. Als Deutscher darf man sich nach Einreise in Ruanda ohne weitere Erlaubnis nur 3 Monate lang aufhalten. Wer länger bleibt, so wie ich also, muss ein längerfristiges Visum beantragen. Bisher war es ein ungeschriebenes Gesetz unter deutschen Freiwilligen in Ruanda, dass sie, um diesen schweren Gang zu den Behörden zu umgehen, alle 3 Monate in ein Nachbarland ausgereist und kurz darauf wieder "neu" in Ruanda eingereist sind. Somit erhält man dann als deutscher "Tourist" immer wieder die 3 monatige Berechtigung, sich in Ruanda aufzuhalten. Allerdings ist diese Geschichte eher halbseiden. Wenn die ruandischen Behörden dir "ans Bein pinkeln" wollen, kannst du auch im schlimmsten Fall im Gefängnis landen, was besonders hier in Ruanda nicht viel Spaß macht (ihr erinnert euch: Genozid-Mörder, allgemeine Zustände in Gefängnissen der 3. bzw. 4. und 5. Welt, usw.). Nun, gut, weil das eben so 'ne Kiste ohne Garantie für die Freiwilligen ist, hat unser "Boss" für uns mit der "Faust auf den Tisch gehauen" und eine offizielle Beantragung eines Jahresvisums für uns verlangt - auf Kosten des Hauses (an dieser Stelle möchte ich einen Dank an unseren Chef aussprechen: dankeschön Michael!!!). Nun gut, das Visum wurde schließlich fristgerecht bei den ruandischen Behörden beantragt. Zu unserem Pech nur leider kurz vor Ausbruch der diplomatischen Spannungen zwischen Ruanda und Deutschland. Mein Visum wurde Mitte November beantragt und erhalten habe ich es dann in der Woche, in der ich nach Tansania gereist bin. Zwischendurch haben mich die Behörden immer wieder mit ein paar kleinen, meiner Meinung nach, Schikanen geärgert wie z.B. Führungszeugnis als Kopie - nein doch lieber als Original; Bestätigung des Arbeitsverhältnisses von seiten der Arbeitsstelle - ach nein doch bitte lieber den kompletten Arbeitsvertag, aber natürlich ins Englische übersetzt; usw.... Doch letztendlich haben sie sich meiner nach den ganzen Spielchen doch erbarmt und mir das Jahresvisum ausgestellt. Das Ganze hat sich übrigens über mehr als 2 Monate gezogen! Wieder einmal eine Geduldsprobe für meine europäische Weltanschauung. Aber ich kann dir sagen, in der letzten Woche ist mir der Geduldsfaden echt geplatzt, weil ich ohne dieses Visum nicht hätte ausreisen dürfen und indem Falle hätte es dann richtig ärger gegeben. Puh, aber zum Glück hat zu guter Schluss doch noch alles gepasst.
Nachdem dann auch das geklärt war, konnte ich in Ruhe meine Vorbereitungen für Tansania (Sansibar und Bagamoyo) abschließen und mich auch wider auf die eigentliche Arbeit im Büro konzentrieren. Am Samstag, den 24.01.2009 ging es dann endlich los. Sansibar, ich komme...

Keine Kommentare: