Donnerstag, 18. September 2008

Feierabend und Einkäufe

Ich arbeite hier im Rahmen des Weltwärtsprogramms des BMZ über das DRK Rheinland-Pfalz (RLP) für ein Jahr im Koordinationsbüro der Partnerschaft RLP/Rwanda in Kigali. Mein Job ist es, dazu beizutragen, dass die Kommunikation zwischen dem Land RLP und Rwanda reibungslos abläuft. Ich arbeite im Schulbereich und betreue somit sowohl Patenschaften mit einzelnen ruandischen Schülern als auch Schulpartnerschaften. Dabei entsteht natürlich ein Haufen Papierkram, der eben auch gemacht werden muss und tata... da komme ich mit ins Spiel. Hauptsächlich arbeite ich also im Büro und helfe mit, den formalen Ablauf zu koordinieren. D.h. für mich morgens um 6.30 Uhr aufstehen (also für mich eigentlich mitten in der Nacht) und um 7.30 Uhr geht´s dann richtig los mit der Arbeit. Über den Tag verteilt habe ich dann hier mal ne Kaffeepause und da mal ne Mittagspause bis ich dann um 17.00 Uhr Feierabend machen kann. Das mit dem frühen Aufstehen ist hier eigentlich gar nicht so schlimm, weil es hier ab 6.30 Uhr schon hell ist. Dafür erweist sich aber der Feierabend immer als etwas schwierig, weil es eben auch schon entsprechend früh, nämlich um 18.30 total düster ist. Ich habe dann ab 20.00 Uhr immer schon das Bedürfnis, ins Bett gehen zu müssen. Für mich sind es dann nämlich immer schon gefühlte 0.00 Uhr. Allerdings reicht der Feierabend gerade so aus, um schnell das nötigste Einkaufen zu gehen, sich was zu Essen zu machen, um anschließend noch ein wenig Zeit zu entspannen. Wenn es dann tatsächlich mal nach 0.00 Uhr bei mir wird, ist das schon ne Leistung. Immer wieder auf´s neue aufregend sind dann auch die Besorgungsgänge nach Feierabend. In den , wenn überhaupt, nur begrenzt beleuchteten Straßen stolpere ich hier und da immer mal wieder über einen riesig hohen Bordstein oder plumbse mit einem Fuß ins nächste Loch. Endlich im Geschäft angekommen ist es wie bei einem Roulettespiel wieviel man heute vielleicht für die Bananen bezahlt. Aber egal wie hoch der Preis für frisches Obst und Gemüse sein sollte. er liegt bei Weitem unter deutschen Preisen. Aber mit meinem schmalen Budget muss ich halt auch eben ein Bissel haushalten und kann ich nicht leben wie Gott in Frankreich. Was hier ganz toll ist, ist der große Supermarkt geich um die Ecke (gefühlte 10 km Berg ab und wieder Berg auf-denn Rwanda wird ja nicht umsonst "Land der 1000 Hügel genannt!!!) der rund um die Uhr geöffnet hat. Da bekommt man alles, was das europäische Herz begehrt, auch wenn es dort natürlich ein Wenig teurer ist als in einem normalen Geschäft. Nun gut, jetzt habe ich so viel über meinen Feierabendseinkauf geschrieben, dass ich mich jetzt auch gleich mal auf den Weg dazu machen muss.