Ruanda befindet sich ja derzeit in der "Kleinen Regenzeit", die etwa von Mitte September bis November dauert. Eigentlich ist das nichts Besonderes. Es ist dann ähnlich wie bei uns in Deutschland im Sommer: es regnet hier dann kräftig 1-2 mal am Tag und die meiste Zeit scheint die Sonne und alles grünt. Es ist jedoch sehr ratsam hier während der Regenschauer irgendwo im Trockenen zu sein, da man ansonsten sehr schnell pitsch-patsch nass und total verdreckt ist. In den letzten 3 Tagen war der Himmel jedoch nur bewölkt und für tropische Verhältnisse war es hier richtig kalt. Das blöde ist am bewölkten Himmel, dass unser warmes Dusch- und Spülwasser Solar beheizt wird. Somit mussten wir zu allem Übel noch die letzten Tage ohne warmes Wasser duschen, was mich persönlich sehr betrübt hat. Aber das gehört hier zu den kleinen Luxussorgen eines Muzungus (Weißer). Wie gesagt normalerweise ist das hier gar nicht so dramatisch mit der Regenzeit innerhalb der Stadtmauern von Kigali City, aber vorgestern ist unser Büroareal beinahe abgesoffen. Aber das kannst du dir hier auch gerne mal selbst ansehen.
Freitag, 24. Oktober 2008
Montag, 13. Oktober 2008
Außendienst
Wenn ich nicht gerade den formalen Schreibkram im Büro verrichte, befinde ich mich im "Außendienst". Das bedeutet, dass ich von einem Fahrer der Jumelage begleitet und meistens voll gepackt mit Schulmaterial für mindestens eine, meist aber zwei Schulen auf´s Land düse. Das Material, was ich dann dort an den Schulen bzw. an die einzelnen Schüler verteile, finanziert sich aus Spenden, die meist von den deutschen Partnerschulen gesammelt wurden. Die ruandischen Schulen erhalten von uns darüber einen Spendenbescheid und teilen uns dann mit, welche Dinge dringend benötigt werden. Meistens belaufen sich die Bestellung der Schulen dann auf Material für die Schüler (und davon besonders auf die dringend Bedürftigen wie z.B. Vollwaisen, von denen es in Ruanda u.a. durch den schrecklichen Krieg von 1994 leider viel zu viele gibt!). So setzt sich eine Bestellung oft einfach nur aus Heften, Bleistiften, Kugelschreibern, Radiergummis und Schreibtafeln zusammen. Sachen, die für unsere deutschen Schüler im schulischen Alltag einfach selbstverständlich sind. Aber hier in Ruanda eben nicht - umso trauriger war ich bei dem Abschied von dieser Schule, die du hier im Video erlebst, weil das verteilte Material noch nicht einmal für einen Bruchteil der Schüler gereicht hat. Doch umso glücklicher waren diejenigen, die etwas davon erhielten. Spontan legte eine Gruppe von Schülern los, nachdem das "Dienstliche" eigentlich schon längst erledigt war. Aber seht selbst...
Auf dem Weg der Besserung
Heute habe ich zum ersten Mal wieder gearbeitet. Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass ich das sehr erleichternd fand, da mir letzte Woche gegen Ende doch die Decke auf den Kopf gefallen ist, nachdem mich der Arzt die letzte Woche krank geschrieben hatte. Am Wochenende bin ich mit meinen Mitbewohnern dann zu Fuß zum nächsten Markt in Nyamirambo gegangen, um Essen einzukaufen. Nyamirambo liegt gleich in der Nähe von der Jumelage und ist ein munteres, buntes und belebtes Muslimenviertel, in dem die Hälfte meiner Kollegen vom Büro wohnt. Wir sind gerne dort, da dort immer viel los ist und die Leute dort wirklich nett sind. Doch an diesem Wochenende habe ich bei unserem Einkauf meine körperlichen Grenzen gespürt. Das war dann doch etwas zu viel für meinen angeschlagenen Körper. Zu Hause angekommen, hab ich mich direkt hinlegen müssen. Daselbe Spiel hatte ich dann sonntags auch, nachdem ich von meiner Deutschstunde zurückgekehrt bin. Gestern Abend war ich dann total geplättet, so dass ich schon befürchtete heute gar nicht zu Arbeit gehen zu können. Aber zum Glück habe ich mich über Nacht doch sehr gut erholt. Zwar musste ich bei der Arbeit noch langsam machen, aber an sich geht es mir heute auf jeden Fall wieder entscheidend besser. Zudem habe ich seit dem Wochenende auch keine nennenswerten Schmerzen mehr. Müsste ich heute nicht noch zum Arzt und hätte ich nicht mehr das Plaster am Arm, würde ich meinen, nie etwas gehabt zu haben. Aber wie gesagt... ich muss jetzt mal zum Arzt. Also bis die Tage
Eklige Schreckensbilder, aber halb so wild
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Krankheiten und andere eklige Dinge (nichts für zarte Gemüter!!!)
So, du weißt natürlich, dass Rwanda genau in den Tropen liegt. Aus diesem Grund hat dieses charmante Land nicht nur eine atemberaubende Landschaft, sondern auch viele sonderbare Krankheiten und andere eklige Dinge zu bieten.
So hatte es sich letzte Woche zugetan, dass sich an meinem Unterarm zwei kleine Insektenstiche (keine Ahnung welches Tier mich da erwischt hatte), die ich aufgekratzt hatte, entzündet haben und zu einer beeindruckenden Vulkankette angeschwollen sind. Die Sache an sich fand ich eigentlich sehr faszienierend, wenn da nicht diese höllischen Schmerzen gewesen wären. Nachdem gegen Wochenende einer der beiden Entzündungsherde aufgegangen ist, beschloss ich also montags zum Arzt zu gehen. Der erklärte mir dann, dass das keine große Sache sei. Mit solchen Abzessen hätten viele Touristen hier Probleme. Die Abzesse würden so höllisch wegen dem Eiter schmerzen, wären aber ansonsten harmlos. Tolle Wurst, noch nicht einmal eine Sache mit der ich angeben kann, wie z.B. ich habe 5 Malaria hintereinander überstanden oder so ähnlich. Naja, wie gesagt grausame Schmerzen, aber ansonsten nicht der Rede wert. Seit Montag wurde mir bisher täglich der Eiter ausgedrückt, die Wunde gut desinfiziert und gleich darf ich schon wieder in die Praxis. Der Doc möchte jetzt versuchen den zweiten Entzündungsherd mit einer Nadel zu öffnen, um dort ebenfalls für Linderung zu sorgen. So bin ich jetzt schon die ganze Woche krank geschrieben und langweile mich zu Tode. Bei einem Einkaufsversuch diese Woche (irgenswas muss man ja essen), merkte ich schon schnell, dass mein Körper durch die Antibiotika und die Schmerzmittel ganz schön lahmgelegt wurden ist. Sitz ich einfach nur rum, geht´s mir prima, sobald ich aber versuche mich ernsthaft auf eine Sache zu konzentrieren oder mich gar körperlich ein wenig zu betätigen ( z.B. gehen), meldet sich direkt mein Kreislauf und richtet mir aus, wie schwach ich doch bin.
Wer jetzt so richtig auf Sensation steht und starke Nerven hat, kann sich im nächsten Post gerne Fotos von meiner Unterarmkraterlanschaft angucken. Aber sei gewarnt...
So hatte es sich letzte Woche zugetan, dass sich an meinem Unterarm zwei kleine Insektenstiche (keine Ahnung welches Tier mich da erwischt hatte), die ich aufgekratzt hatte, entzündet haben und zu einer beeindruckenden Vulkankette angeschwollen sind. Die Sache an sich fand ich eigentlich sehr faszienierend, wenn da nicht diese höllischen Schmerzen gewesen wären. Nachdem gegen Wochenende einer der beiden Entzündungsherde aufgegangen ist, beschloss ich also montags zum Arzt zu gehen. Der erklärte mir dann, dass das keine große Sache sei. Mit solchen Abzessen hätten viele Touristen hier Probleme. Die Abzesse würden so höllisch wegen dem Eiter schmerzen, wären aber ansonsten harmlos. Tolle Wurst, noch nicht einmal eine Sache mit der ich angeben kann, wie z.B. ich habe 5 Malaria hintereinander überstanden oder so ähnlich. Naja, wie gesagt grausame Schmerzen, aber ansonsten nicht der Rede wert. Seit Montag wurde mir bisher täglich der Eiter ausgedrückt, die Wunde gut desinfiziert und gleich darf ich schon wieder in die Praxis. Der Doc möchte jetzt versuchen den zweiten Entzündungsherd mit einer Nadel zu öffnen, um dort ebenfalls für Linderung zu sorgen. So bin ich jetzt schon die ganze Woche krank geschrieben und langweile mich zu Tode. Bei einem Einkaufsversuch diese Woche (irgenswas muss man ja essen), merkte ich schon schnell, dass mein Körper durch die Antibiotika und die Schmerzmittel ganz schön lahmgelegt wurden ist. Sitz ich einfach nur rum, geht´s mir prima, sobald ich aber versuche mich ernsthaft auf eine Sache zu konzentrieren oder mich gar körperlich ein wenig zu betätigen ( z.B. gehen), meldet sich direkt mein Kreislauf und richtet mir aus, wie schwach ich doch bin.
Wer jetzt so richtig auf Sensation steht und starke Nerven hat, kann sich im nächsten Post gerne Fotos von meiner Unterarmkraterlanschaft angucken. Aber sei gewarnt...
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Eindrücke aus der Hauptstadt Kigali
Der Hügel, der hier im Bilde langsam aufsteigt, nennt sich "Kimihurura". Kigali besteht eigentlich nur aus Hügeln. In den Tälern liegen meist Grün- bzw. Brachflächen, wie man in diesem Bild vielleicht sogar noch erahnen kann. Naja, jedenfalls muss ich sonntags immer auf diesen Hügel fahren, weil ich dort 2 Schülern ein Bissel dabei helfe, ihre Deutschkenntnisse zu verfestigen. Man erreicht die verschiedenen Stadthügel eigentlich alle ziemlich gut mit den Taxibussen.
Ein Beispiel für einen dieser Busse zeigt dieses Bild. In diesem Fall siehst du hier das große Modell, dass wirklich sehr komfortabler ist. Im Hintergrund erkennt man das kleine Standardmodell (gelb), da sitzt man dann wie Sardinen in der Dose beieinander und mit 1,63 m Körpergröße habe sogar ich darin manchmal Probleme mit meiner Beinfreiheit . In der Regel riecht es in den Bussen immer ein Bissel streng nach Schweiß und man muss schon etwas Zeit mitbringen, wenn man die benutzen will, da kein Fahrtplan existiert. Die Busse kommen irgendwann an der Haltestelle an und fahren erst wieder los, wenn der Bus auch wirklich voll ist, damit sich die Fahrt auch lohnt. So eine Fahrt kostet dann zwischen 100 und 200 Rfr (je nach Bus und Befüllung mit Fahrgästen). Das sind umgerechnet ungefähr 0,25 €. Will man irgendwo aussteigen, dass muss dann auch nicht unbedingt ne offizielle Haltestelle sein, klopft man einfach am Fenster und sagt, dass man aussteigen möchte.
Dienstag, 7. Oktober 2008
Rwanda - Land der Tausend Hüge
als erzählt bekommen."
(Weisheit aus Kenia)
So, nachdem du dir sicherlich auch ein paar Bilder aus dem Land ersehnt hast, soll dir hier nun zum ersten Mal der Wunsch erfüllt werden.
Das Bild entstand bei einer dienstlichen Reise Richtung Norden. Das Ziel dieser Reise war die Primarschule Ruhunga ganz weit oben auf einem der 1000 Hügel in Rwanda. An dieser Stelle würde ich dir gerne genau mitteilen, auf welcher Höhe sich diese Schule befand, aber leider ist meine Rwandakarte nicht so genau. Aber schätzungweise befand ich mich dort auf über 2000 m NN.
Ist das nicht eine herrliche Aussicht und diese gibt es im ganzen Land gratis...
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