... Vater Rhein und Mutter Afrika...
Sansibar, eine fast politisch autonome Insel im Indischen Ozean, der Ostküste Tansanias vorgelagert. Berühmt, berüchtigt für ihren Gewürz- und Sklavenhandel. Überwiegend muslimisch geprägt.
Mehr zu den Basisinformationen zu Sansibar (engl. Zanzibar) findet ihr ganz leicht im Internet. Deswegen hier nur meine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen.
Sansibar gehört für mich landschaftlich zu meinen Traumorten der Erde. Ihr schlagt den Reisekatalog aus eurem Reisebüro des Vertauens auf, der den Titel "Traumurlaub an Traumstränden 2009" trägt. Ihr findet euer Traumziel - kristallblaues Meer, weiße, einsame Sandstrände, Lufttemperaturen von 30°-40° C und Wassertemperaturen,
die nicht wirklich eine Abkühlung
bedeuten. Die Strände sind mit Kokosnußpalmen gesäumt und der Bungalow liegt 3 m vom Strand entfernt. Zumindest bei Flut ;) So ist Sansibar, zumindest an der Östküste der Insel.
Auf diesem Bild siehst du den Flachwasserbereich bei Ebbe. Wenn man da hindruch watet, ist das wie in einer Salzwüste - erbamungslose Hitze, kein Schatten, das Licht wird von den Wasserpfützen reflektiert und brennt dir in deine Hornhaut (deswegen auch die modisch sehr fragliche Kombi aus Kopftuch und Sonnenbrille - keine Angst, ich bin nicht konvertiert!). Das salzige Brackwasser frisst an deinen Füßen. Ungelogen, so habe ich gefühlt als ich nur 20 min. lang versucht habe, das offne Wasser bei Ebbe zu finden - für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Und bei solchen Bedingungen gehen die Frauen des kleinen Fischerdorfes Jambiani, indem ich war, Tag für Tag bei Ebbe raus, um das Seegras zu ernten, was im Meer angebaut wird. Seegras wird z.B. für pharmazeutische und kosmetische Zwecke gebraucht. Naja, ich kann euch sagen, dieser Knochenjob wäre nichts für mich.
Die Flut war immer morgens und am späten Nachmittag da, so dass man 2 mal täglich schön im Wasser entspannen und die Seele baumeln lassen konnte, was ich auch wirklich nach einem halben Jahr Arbeit ohne Pause und meinem stressigen Referendariat dringend nötig hatte. Aber bei einem solchen Anblick viel mir das wirklich nicht schwer. Das Foto in der Abenddämmerung ist übrigens von meiner Bungalowterrasse aus fotografiert.
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