Montag, 13. Oktober 2008

Außendienst

Wenn ich nicht gerade den formalen Schreibkram im Büro verrichte, befinde ich mich im "Außendienst". Das bedeutet, dass ich von einem Fahrer der Jumelage begleitet und meistens voll gepackt mit Schulmaterial für mindestens eine, meist aber zwei Schulen auf´s Land düse. Das Material, was ich dann dort an den Schulen bzw. an die einzelnen Schüler verteile, finanziert sich aus Spenden, die meist von den deutschen Partnerschulen gesammelt wurden. Die ruandischen Schulen erhalten von uns darüber einen Spendenbescheid und teilen uns dann mit, welche Dinge dringend benötigt werden. Meistens belaufen sich die Bestellung der Schulen dann auf Material für die Schüler (und davon besonders auf die dringend Bedürftigen wie z.B. Vollwaisen, von denen es in Ruanda u.a. durch den schrecklichen Krieg von 1994 leider viel zu viele gibt!). So setzt sich eine Bestellung oft einfach nur aus Heften, Bleistiften, Kugelschreibern, Radiergummis und Schreibtafeln zusammen. Sachen, die für unsere deutschen Schüler im schulischen Alltag einfach selbstverständlich sind. Aber hier in Ruanda eben nicht - umso trauriger war ich bei dem Abschied von dieser Schule, die du hier im Video erlebst, weil das verteilte Material noch nicht einmal für einen Bruchteil der Schüler gereicht hat. Doch umso glücklicher waren diejenigen, die etwas davon erhielten. Spontan legte eine Gruppe von Schülern los, nachdem das "Dienstliche" eigentlich schon längst erledigt war. Aber seht selbst...


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi Sandchen,

super schönes Video! Und ich lese deinen Blog mit großem Interesse. Was macht dein Arm? Wieder besser? Sieht ja schon ein bissle eklig aus...brrr.

Sende dir alles Liebe und ein Busserle aus Koblenz

Anne